Tag der Pressefreiheit

Posted: 4. Mai 2012 in Uncategorized

(dz) Nun ist er auch schon wieder vorbei, der Tag der Pressefreiheit. Wir haben uns mit Kissen geschlagen, mit den Piraten gelacht und am Ende Würstchen und Spieße verdrückt. Alles in allem war es ein guter Tag, auch wenn alle fünf Tage ein Journalist auf dieser Welt stirbt, 121 Online-Dissidenten  inhaftiert sind und 22 Journalisten getötet wurden, bisher 2012 (Quelle: ROG).

Lohnt es sich, im kleinen “käsigen” Thüringen auf das Thema aufmerksam zu machen, wenn hier nicht Zustände wie in Eritrea herrschen? Viele waren skeptisch, die Teilnahme am Flashmob und an der Podiumsdiskussion zum Urheberrecht eher verhalten. Aber wie will man die Freiheit schon gegenrechnen. Müssen denn gleich 50 Menschen auf die Straße gehen, damit Pressefreiheit Gewicht hat? Jeder einzelne zählt, der sich gegen den Einfluss von Politik, Wirtschaft und  anderen Interessen auf die Presse wehrt. Pressefreiheit gilt zudem nicht nur für große Zeitungen und weltweit bekannte Informationsdienste. Sie gilt auch für regionale Tageszeitungen, Blogs oder fachbezogene Medienanbieter. Ob der Fußballverein auf das lokale “Käseblatt” einwirken will oder diktatorische Regime krtische Stimmen verbieten, überall ist die Pressefreiheit angegriffen, auch wenn die Auswirkungen ganz verschiedene sind.

Wer also Medienschaffende/r ist in Thüringen und den Tag der Pressefreiheit nur hämisch abwertend beobachtet und von sich weit weg wähnend glaubt, der sollte aufwachen und froh sein, dass in Deutschland immer noch an diesen Tag erinnert wird.

Meiningen – ein Experiment

Posted: 9. März 2012 in Uncategorized

Nun liegt er schon ein paar  Tage zurück, der Recherchewandertag der Jungen Journalisten des DJV Thüringen. Viele Menschen haben uns nach Meiningen ins Theater begleitet, ließen sich von der Tradition des Hauses in der einführenden Rede von Intendant Ansgar Haag mitreißen, folgten den Ausführungen des Bauherren Detlef Nicolmann zum Umbau des Hauses im Jahr 2010/2011 und gingen mit dem Pressesprecher Volkert Streich sowie der Öffentlichkeitsmitarbeiterin Silke Zugmaier auf Entdeckungstour durch das Haus. Am Ende erlebten sie in der Schiller-Aufführung “Die Jungfrau von Orleans” die Praxis. Es war ein schöner Tag, der weitergeführt werden soll mit genauso motivierten Journalisten, aber neuen, aufregenden Themen. Im Folgenden schildern die Teilnehmer nach und nach ihre Erlebnisse, damit nicht nur eine Sichtweise den Tag wiedergibt.

(dz) Dieses Blau, es war ein einzigartiger erster Blick in den Zuschauerraum von der Fürstenloge aus. Unvergesslich. Kennt man doch die meisten Theaterhäuser im schweren roten Samt, so überraschte das Meininger Theater, das sich von Außen klassisch bescheiden mit seinen Säulen in den Straßenzug und das hübsche Städtchen im Thüringer Wald einfügt, von Innen aber mit übermäßigem, gut pointierten Protz aufwartete. Doch der tat dem Auge des Betrachters nicht weh. Ganz im Gegenteil. Feinsinnig konzipiert, mit Liebe zum Detail, führt er den Besucher in eine durchkomponierte Theaterwelt ein, die in Deutschland ihres Gleichen sucht. Intendant Ansgar Haag sprach schon zu Anfang von “historischem Anachronismus” und dem “Neuschwanenstein von Thüringen”. Dieser Mann hängt an dem Haus und seiner Tradition. Das merkte man in der gut anderthalb-stündigen Einführung, die er den 13 Teilnehmern des Wandertages gab. Gerne folgte man seinen Ausführungen, denn sie waren spannend, offenbarten Neues und erklärten Bekanntes. Kontroverse Thesen wie das Fürwort zum politischen Theater der DDR und der Zensur durch die Dramaturgie ordnete er in erklärende Zusammenhänge. Konzepte zur Regie verknüpfte er mit den Marketing-Strategien zur Publikumsgewinnung. Er verlor sich oft in den Ausführungen. Sprach aus dem Kopf, hatte aber keine Rede vorbereitet. Daran merkte man schnell, dass er Theater lebt und liebt. Das schnöde Marketing ist ihm ebenso lieb und teuer wie die Regietradition und Programmgestaltung. Beeindruckt hat das Haus damit auch durch seinen Intendanten.

Hier schon einmal die Fotos.

Andrea Voigt:

Wow, dieser Mann lebt fürs Theater. Sicher hatte ich Ansgar Haag schon früher einmal gesehen, auch eine Rede von ihm gehört – aber so wie er vor unserer kleinen Runde ins Schwärmen und Erzählen kam, das hätte ich mir nicht vorstellen können. In völlig freier Rede und sehr lebendig informierte er uns rund 45 Minuten lang über sein Theater. Konkret über das Meininger, seine Entstehung, seine Einordnung in die Entwicklung der Bühnen innerhalb Deutschlands. Über seine heutige Bedeutung, über den Umbau. Über wirtschaftliche Fragen bei der Stückauswahl, über das Publikum, das zum großen Teil mit Reisebussen nach Meiningen kommt und dann auch am liebsten Stücke von Thüringer Autoren sehen möchte. Die Informationen flutete nur so über uns herein, unmöglich konnte man sich alles merken. Was vor allem hängen blieb: eine schwärmerische Liebe fürs Theater, die sich auf uns alle übertragen hat.

Im Nachhinein fallen mir unzählige Fragen ein, die ich Herrn Haag gern stellen, viele Themen, über den ich ihn noch sprechen hören möchte. All das haben wir damals verkniffen. Wir wollten endlich los gehen. Sie endlich entdecken, seine Theaterwelt. “Hinter den Kulissen” sollte für uns Realität werden.

Holger Uske

Theater mit jungen Journalisten

Dass sich ein regionaler Schreibender, knapp über die Mitte 50 hinaus, noch einmal zu jungen Thüringer Journalistinnen und Journalisten gesellen durfte, machte der Recherchewandertag eben jener jungen Leute nach Meiningen möglich. Mein Anliegen war dabei denkbar einfach: ich wollte als Pressesprecher der Nachbarstadt Suhl gern auch einmal hinter die Kulissen des neugestalteten Meininger Theaters schauen. Danke also, dass ich auf diese Weise auch offiziell noch mal jung sein durfte. Überrascht war ich aber schon, wie professionell und dennoch voller Gelassenheit dieser Nachmittag ablief. Insbesondere Intendant Ansgar Haag live zu erleben, war schon ein Genuss. Ohne viel Aufhebens, so schien es, hatte er die unglaubliche Renovierungssumme für das Theater besorgt und mit Außenspielorten das Publikum während der Bauphase bei Laune gehalten. Nun geriet der sicher anders verfasste Zeitplan der Organisatoren etwas aus den Fugen, weil die Teilnehmer einen überaus engagierten Theaterchef erleben konnten, der nicht nur zum Bau, sondern auch zur Stellung seines Hauses in Südthüringen und Oberfranken sowie in der deutschen Theaterlandschaft insgesamt profund Auskunft geben konnte, nein, ins Schwärmen geriet und erreichte, was ein erster Mann für die Vermittler zwischen Ideengeber und Publikum, nämlich Journalisten, nur erreichen kann: in ihnen Begeisterung für das Theater allgemein und das Meininger Theater im Speziellen zu entfachen. Ich sah mich immer mal verstohlen um. Doch außer den multitalentierten Reportern, die sich gelegentlich hinter die Objektive ihre Kameras zurückzogen, lauschten alle beinahe atemlos dem Wortfluss, dem Gedankenstrom Ansgar Haags. Vielleicht war das ja die eigentliche Theatervorstellung dieses Tages? Der Rundgang, der Blick hinter die Kulissen wurde dann auf andere Art und Weise spannend. Was läuft vor einer Vorstellung hinter der Bühne ab? Und wie war das denn vor dem Umbau? Auf diese und andere Fragen gab es ebenso sachkundige Antworten. Und die Mitarbeiter des Theaters taten ein übriges, die Journalisten aus ganz Thüringen in ihren Bann zu ziehen. Da schob plötzlich jemand einen ganzen Kleiderständer voller Kostüme mit ihrem süßlichen Geruch vorüber. Im Technikbereich der Bühne war hingegen der Geruch der neuen Maschinen, neuen Transportgummis überdeutlich wahrzunehmen. Und dann, im Saal, gesellte sich dazu noch der Eindruck des Erhabenen: wozu war schließlich Theater einst erfunden worden… Auch dem Starruhm wurde ein wenig gehuldigt: Dies hier ist die Garderobe und das speziell der Schrank von… Und wissen Sie, die ritzen da ihre Namen ein… Na also. Schließlich soll auch von ihnen mehr bleiben als nur das gesprochene Wort. Wenn schon nicht das geschriebene, wie von den meisten uns, dann wenigstens das geritzte. Doch ob alle jungen Journalistinnen und Journalisten diese meinerseits etwas überzogenen Schlüsse zogen, bleibt zu bezweifeln. Kantinenessen: auch das bot die Möglichkeit, Theateralltag von innen her zu erleben. Die Theateraufführung am Abend dann vermochte mich weitgehend zu überzeugen und machte einiges von dem Gehörten plastisch. Danke an die Jungen! Und ein „Weiter so“ für euch, können doch solche Vor-Ort-Visiten langwierige Meinungs- und Medienrecherchen weit überbieten.

 

Marion Kramer

Keine Skyline in Meiningen

Meiningen. Gerne folgten wir  der Einladung der „Jungschen“ in diese südthüringische Stadt, die wir bereits von einigen erlebnisreichen Besuchen kennen und an die wir uns gerne erinnern. Natürlich  – wie könnte es anders sein – das Theater spielte dabei meist eine Hauptrolle. Jedoch, solch ein Blick hinter die Kulissen ist selbst für Journalisten etwas Besonderes, die zwar über manches schreiben (müssen), was sie noch nie sahen, aber die lebendige Anschauung,  das persönliche Kennenlernen, das eindrückliche Erleben erleichtern die Arbeit  doch ungemein.   Wir haben auf diesem Recherchewandertag mehr erfahren, als es gewöhnlichen Theatergängern  im Allgemeinen möglich ist; dafür sagen wir herzlich danke.

Übrigens: Wir sind vom Intendanten Ansgar Haag nicht nur detailreich über das Theater ins Bild gesetzt worden. Er plauderte auch ganz munter aus der  Stadtgeschichte und sprach etwas an, was mir bis dato nicht bewusst war: Meiningen ist mit seinen fränkischen Fachwerkbauten zwar weit davon entfernt, mit der Skyline von Frankfurt verglichen werden zu können, aber eine Stadt der Banken ist es auch. Keine uninteressante Geschichte tut sich da auf. Wer Lust darauf hat und erfahren möchte, wie die Presse und das Anzeigenwesen  Anteil am Werden und Wachsen des 1742 gegründeten Bankhauses Strupp, der späteren Bank für Thüringen (AG seit 1905) hat, erhält u.a. hier Aufschluss.

Ein Recherchewandertag lohnt sich eben.

Tu parles francais? Mais oui!

Posted: 2. Februar 2012 in Uncategorized

Kennt jemand von euch die Sendung Karambolage auf Arte? Sie ist genial. Hier lernen Deutsche von den Franzosen und umgekehrt. Wozu das gut ist? Na um Ideen zu finden für den Deutsch-Französischen-Journalistenpreis. Die Ausschreibung hat schon begonnen und läuft noch bis zum 1. März. In den Kategorien Video, Audio, Textbeitrag und Multimedia können Beiträge eingereicht werden, in denen deutsche Themen aus französischer Sicht, französische Themen aus deutscher Sicht oder deutsch-französische Themen im europäischen Kontext dagestellt werden.

Der Preis ist mit 28.000 Euro dotiert und wurde 1983 vom Saarländischen Rundfunk gegründet. Hintergrund war der Élysée-Vertrag, der 2013 sein 50. Jubiläum feiert. Der Freundschaftsvertrag zwischen Frankreich und Deutschland wurde von Konrad Adenauer und Charles de Gaulle unterschrieben. Er markiert den Neubeginn der deutsch-französischen Beziehungen. In dieser Tradition sieht sich auch der Medienpreis.

Mittlerweile hat der Deutsch-Französische Journalistenpreis weitere Unterstützer wie Arte, das Deutsch-Französisches Jugendwerk, Deutschlandradio, France Télévisions, Radio France, Le Républicain Lorrain, die Robert Bosch Stiftung, die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck und das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF).

Die Anmeldung erfolgt im Internet unter www.dfjp.eu. Dort stehen auch weitere Informationen zur Anmeldung sowie zum Preis im Allgemeinen zur Verfügung. Es besteht ebenfalls die Möglichkeit, Beiträge Dritter zur Teilnahme zu empfehlen. Die Preisverleihung wird am Donnerstag, 28. Juni 2012, im ARD-Hauptstadtstudio in Berlin stattfinden.

Da hätten wir doch genau das richtige. Du magst Köln, fühlst dich vom rheinischen Katholizismus angesprochen, lebst nach dem Kölsche Grundgesetz oder bist auch sonst ne Frohnatur? Dann bewirb dich beim Kölner Medienpreis 2012. Eingereicht werden können bis 5. März Beiträge, die einen eindeutigen Bezug zu Köln haben und in den Jahren 2010 oder 2011 in einem journalistischen Medium (national oder international) erschienen sind. Es gibt die Kategorien Print, Pressefotografie, Hörfunk, TV und Online-Journalismus

Das Preisgeld beträgt 25.000 Euro. Gestiftet wird der Medienpreis von der Kölner Journalistenschule und der RheinEnergie AG. Weitere Kölner Medien- und Verlagshäuser unterstützen den Preis außerdem.

Im Spätsommer 2012 wird der Kölner Medienpreis zum siebten Mal verliehen.

Fragen zum Kölner Medienpreis 2012 beantwortet Ihnen gerne das Organisationsbüro, Telefon 0221/47 30 900.

Von Doreen Zander

Ich könnte jetzt philosophisch werden und über die Schillersche ästhetische Erziehung des Menschen auf der Schaubühne als moralische Anstalt belehren. Dabei sieht der große Dichter Schiller im Theater nicht nur die Katharsis, wie sie Aristoteles entwickelte, sondern eher die Darstellung der Wahrheit, die den Zuschauer auf der Gefühlsebene und nicht auf der rationalen Ebene anspricht. Blablabla

Ich könnte jetzt auch literaturwissenschaftlich werden und auf Schillers klassisches Spätwerk “Die Jungfrau von Orleans” eingehen, in der sich allein im weiteren Titel “Eine romantische Tragödie” die Romantik ankündigt und in “wundersamen” Elementen wie auch mysteriösen Sagengestalten sich erfüllt. Großes Blablabla

Stattdessen plaudere ich mal ein bisschen über Journalisten, die nach der intensiven Begutachtung von Tannen im Thüringer Wald jetzt Theaterluft schnuppern wollen. Am 25. Februar lädt der Fachausschuss Junge Journalisten des DJV Thüringen wieder zum Recherchewandertag ein. Es geht nach Meiningen ins Theater. Dort kriegen wir um 15 Uhr eine Führung vor und hinter die Kulissen eines der modernsten Theaterhäuser Deutschlands. Zum Kontrast wird auch ein Abstecher ins kleine Museum im Theatergarten angeboten, in dem eine historische Bühne aufgebaut ist und erklärt wird.

Technik bestaunen ist gut und schön, das hilft die Wahrheit auf der Bühne besser zu erfassen, so ganz nach Schiller. Aber wie soll das gehen ohne Theaterkarte? Da helfen wir doch gerne nach. Das Theater Meiningen bietet uns nämlich die Chance am Abend das Schiller-Werk “Die Jungfrau von Orleans” anzuschauen.

Und von welcher Wahrheit sollen wir uns gefühlsmäßig als Journalisten erfassen lassen? Jeanne d’Arc kämpft gegen die feindlichen Truppen, gibt Hoffnung und kämpft gegen die eigenen Schwächen. Wenn das mal nicht den Berufsstand erhebend motiviert. Zur Hilfe gibts noch Infos vom Ministerium über Kulturpolitik in Thüringen und in Meiningen im Speziellen.

Nutzt es als Leitpfaden und fühlt euch nach diesem umfangreichen Programm beflügelt zu hinreißenden, kritischen und erleuchtenden Artikeln über Meiningen, Kultur, Marienglorifizierungen und was weiß ich.

Ihr braucht noch einen Anlass? Haben wir: Einen Tag später ist in  Meiningen Tag der offenen Tür am Theater. Wer die Gelegenheit für eine exklusive Veröffentlichung nicht nutzt, ist selber schuld. Und welchen Anlass braucht man schon, wenn man mit Schiller und Romantik den eigenen Charakter stärken kann?!

Wir sehen uns in Meiningen

Am 16. Januar startete das Bewerbungsverfahren für die RTL Journalistenschule. Via Internet können sich Interessierte für den neuen Jahrgang 2013/14 unter der Adresse http://www.rtl-journalistenschule.de/  bis zum 29. Februar 2012
registrieren und die weiterführenden Informationen abrufen.

In einer Pressemitteilung heißt es weiterhin:  Die Formulierung von Anmoderationen, die Kritik eines TV-Beitrags und ein kurzes Vorstellungsvideo sind neue, zusätzliche Aufgaben, die die Kandidaten bearbeiten müssen. In der ersten Phase müssen eine Reportage und drei Anmoderationstexte eingereicht werden. Die 150 besten Kandidaten können sich dann mit Lebenslauf und einem kurzen persönlichen Video vorstellen. 75 Bewerber werden abschließend zu zwei Bewerbungstagen zwischen dem 12. und 15. Juni nach Köln eingeladen. Die Endauswahl der für die Schule zugelassenen Nachwuchsjournalisten trifft eine Jury, die sich aus Vertretern des Senders RTL und anderer Medienunternehmen sowie
Experten der Medienausbildung zusammensetzt.

Die Ausbildung beginnt dann am 2. Januar 2013 beziehungsweise am 2. April 2013. Es gibt Unterrichtseinheiten an der Schule, viele Praktika in Nachrichten- und Magazinredaktionen der Mediengruppe RTL sowie in Redaktionen eigener Wahl. Schwerpunktmäßig werden auch Onlineredakteure ausgebildet. Interessant klingen schließlich auch die Exkursionen nach Brüssel, Washington D.C. und New York.

Schon geht es los

Posted: 1. Januar 2012 in Uncategorized

Der Fachausschuss Junge Journalisten wünscht allen Journalisten und denen, die es noch werden wollen, einen erfolgreichen Start ins Jahr. Wir freuen uns wieder, euch auch in diesem Jahr wieder viele Informationen, Kuriositäten, Aktionen und Treffen bieten zu können.

Los geht es im Februar mit einem Kongress zum “Wert des Journalismus” in Berlin. Ihr erlebt am 2. und 3. Februar Hans Leyendecker, Jakob Augstein, Michael Haller und David Schraven im Streitgespräch um die fünfte Gewalt im Staat, könnt euch mit diesen Größen in Workshops austauschen, die sich mit Lokaljournalismus, Online oder der adäquaten Ausbildung beschäftigen. Die Reisekosten übernimmt der Landesverband, Mitglieder zahlen des Weiteren nur 35 Euro für die Teilnahme, 70 Euro zahlen Nicht-Mitglieder. Bis zum 5. Januar steht zudem ein begrenztes Zimmerkontingent für Übernachtungen zur Verfügung. Deshalb schnell anmelden beim DJV Thüringen.

Was liegt sonst an? Natürlich gibt es wieder einen Recherchewandertag im nächsten Jahr. Es verschlägt uns dieses Mal nach Meiningen ins Theater. Nach lang andauernden Umbauarbeiten und spektakulären Maßnahmen wie der Versetzung der Rückfassade wurde das Haus mit modernster Theatertechnik aufgerüstet und ist deshalb auf jeden Fall einen Blick hinter den Kulissen wert. Dazu gibt es wieder interessante Informationen rund ums Theater und die Thüringer Kulturpolitik.  Wer sich schon jetzt den Anfang März freihalten will, kann sich anmelden: jungejournalisten@googlemail.com oder auf Facebook. Den genauen Termin geben wir rechtzeitig bekannt.

Dann laden wir die neuen Mitglieder und Interessierte natürlich wieder zu unserer Willkommensparty im September ein. In der Heiligen Mühle heißen wir die Neuzugänge willkommen und rühren kräftig die Werbetrommel.

Geplant sind auch Aktionen rund um euren Beruf, die euch die Arbeit wieder zur Berufung werden lassen. Mit Informationen und Treffen werden wir euch fit machen für die neuen Herausforderungen, die die Branche noch für uns bereithält.

Noch mehr erfahrt Ihr wie immer bei unseren Stammtischen, die – so es denn die Mayas erlauben – weiterhin jeden letzten Donnerstag im  Monat in der Johannesklause in Erfurt stattfinden.

Euer FA Junge

Web 2.0 als politischer Raum

Posted: 24. Oktober 2011 in Uncategorized

Der Herbst scheint ganz im Sinne der Weiterbildung zu stehen. Eine weitere Konferenz beschäftigt sich im November mit den Möglichkeiten des Web 2.0. Am 18. und 19. November laden die Evangelische Akademie Thüringen, die Evangelische Akademie Sachsen-Anhalt und die Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen zu einer Konferenz an der Friedrich-Schiller-Universität Jena ein. “Mitmachnetz und digitale Demokratie” lautet der Titel und verspricht so einiges.

Los geht es am Nachmittag des 18. Novembers mit einem Erfahrungsaustausch. Wie werden das Web 2.0 und Social Media genutzt. Nach dem Abendessen gibt es eine Podiumsdiskussion zum Thema ”Partizipation und Manipulation”, die sich mit der Bildung für eine digitale Demokratie auseinandersetzt. Es begegnen sich Dr. Tobias Bevc von der Universität Augsburg und der Diplompsychologe Linus Neumann vom Verein Digitale Gesellschaft und Netzpolitik.org. Die Diskussionen erfolgen übrigens nicht nur vor Ort, sondern auch gleichzeitig und danach im Netz. Damit ist diese Konferenz nicht nur Theorie, sondern auch so selten erlebte Praxis. Sie dürfte für Teilnehmer sehr spannend werden, da sie selbst Teil des Mitmachnetzes werden. Es wird deswegen auch gebeten, eigene Projekte mit- und einzubringen sowie Erwartungen an die Tagungen zu formulieren.

Am 19. wird dann über die Potenziale des Web 2.0 gesprochen. In zwei Panels können sich die Teilnehmer in kleineren Kreisen etwa mit dem Schutz der Privatsphäre, der politischen Kommunikation, dem Bürgerjournalismus durch Blogs oder der Vermarktung des Web 2.0. Am Nachmittag werden schließlich alle Ergebnisse der Panels ausgewertet.

Der Tagungsbeitrag liegt bei zehn Euro, inklusive Verpflegung. Eine Unterbringung organisieren die Teilnehmer selbst. Auch eine Kinderbetreuung ist möglich. Dafür sollte man sich frühzeitig an Kordula Wolters von der Evangelischen Akademie Sachsen-Anhalt wenden unter (03491) 49 88 110. Sie ist die Ansprechpartnerin für die Organisation und nimmt auch Anmeldungen entgegen.

Ein bisschen daneben

Posted: 21. Oktober 2011 in Uncategorized

Im aktuellen Blickpunkt stand der Geschäftsführer der ZGT, Klaus Schrotthofer, der Vorsitzenden des DJV Thüringen Rede und Antwort auf sehr unangenehme Frage zu Sparzwängen, fehlendem Personal und damit sinkender Qualität in den ZGT-Blättern, OTZ, TA, TLZ. Die Antworten sind ebenso unangenehm.

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Bastian Bender gibt seit dem 21. Oktober ein Blockseminar an der Universität Erfurt. Der Radio-Moderator von Landeswelle Thüringen erklärt mit dem Programmchef Thomas Klingelschmitt jungen Kommunikationswissenschaftlern, wie modernes Radio gemacht wird. Neben den Grundlagen und Techniken können die Studenten sogar Strategien für eine eigene fiktive Radiosendung entwerfen. Journalisten Praxis wird hier also mit Management-Strategien verbunden.

Warum muss man aber Kommunikationswissenschaftlern erst erklären, wie die modernen Medien bzw. das Radio funktionieren? Das lernen die doch im Studium.

Das Studium ist sehr vielseitig – da geht es um Youtube, Kinderfilme, Datenanalyse … und eben irgendwann auch mal ums Radio. Ich hatte eine Gastvorlesung an der Uni Erfurt gehalten und wurde gefragt, ob wir die Zusammenarbeit intensivieren können. Jetzt können interessierte Studenten mal ausführlich hinter die Kulissen blicken. Dazu kommt: Ich hatte letztens ein Fachbuch in der Hand, das viele Medienstudenten nutzen – da ist von Bandmaschinen die Rede. Ich kenne keinen Radiosender, der die noch nutzt.

Wie sieht dann der Radioalltag aus?

Jaja, das klingt immer so entspannt… fünf Stunden lang Kaffee trinken und in der Zeitung blättern, zwischendurch mal was erzählen…

In Wahrheit passiert in einer Sendung praktisch nichts, was nicht einen tieferen strategischen Sinn hat. Und “Leerlauf” gibts auch kaum: Wenn im Radio Baumann & Clausen laufen -unsere Beamtencomedy-, zeichne ich Interviews auf oder spreche mich mit Kollegen ab. Nach jedem Lied sage ich etwas und fast alles ist aufgeschrieben – von der Redaktion oder mir. Und nach der Sendung bereiten meine Kollegen und ich den nächsten Tag vor, das dauert auch noch mal ein paar Stunden.

Und was ist das Beste an deinem Job?

Die vielen Rückmeldungen. Und wie ehrlich die Thüringer dabei sind – die loben nicht nur und wollen ‘ne Autogrammkarte für ihre Schwester, die meckern auch mal so richtig: Ein Vater hat mir letztens geschrieben: Wie soll ich meinen Kindern erklären, daß sie einen Radhelm tragen sollen, wenn Du im Radio erzählst, daß Du keinen hast!? Recht hat er – wir haben das noch in der selben Sendung thematisiert und er hat damit den Verlauf unseres Programms verändert. Das finde ich super!

Was sollen die Studenten im Januar zum Ende des Blockseminars mitnehmen für ihr Studium oder die berufliche Zukunft?

Lust auf’s Radio – in welcher Abteilung auch immer. Oder eben die Erkenntnis: Das ist nichts für mich, manche merken das erst nach einem abgeschlossenen Studium, wenn sie Praktika oder ein Volontariat absolvieren.

Was wünschst Du dir für den Nachwuchs im Hörfunk? Wer ist geeignet dafür?

Mehr “Freaks”, mehr Spielplätze für sie. Die meisten Bewerber haben ein abgeschlossenes Studium, aber keine Mikrofonerfahrung – wie ärgerlich! Dabei gibts in Thüringen doch viele Bürgermedien zum üben, Podcasts, Internetradio… Beim Radio -egal öffentlich rechtlich oder privat- gibt es kaum noch Möglichkeiten zu üben, da muß man sehr schnell funktionieren.

Und was ein On-Air-Marketing-Mitarbeiter macht, wer noch alles beim Radio arbeitet hinter den Kulissen, wie sich Radio online präsentiert und was die ersten Schritte in der Radio-Branche sind, der kann ein ausführliches Interview von Bastian Bender dann im nächsten Blickpunkt nachlesen. Da berichtet er dann auch, wie wichtig Seminare mit Leuten aus der Praxis für Studenten sind.

Vom 23. bis 24. November findet in Mainz der 16. Mainzer Medien Disput statt. Mitveranstalter ist auch die Friedrich-Ebert-Stiftung, die in diesem Jahr einen Workshop für Nachwuchsjournalisten anbietet. Der Mainzer Disput steht in diesem Jahr unter dem Motto “Interessant vor relevant? Orientierungslosigkeit und Identitätsverluste – wohin steuert der Journalismus?” Als Gäste sind unter anderem Michel Friedman und Alexander Kissler im Podium mit Amelie Fried. Es gibt tolle Impulsreferate und Panels zur Auslandsberichterstattung am Beispiel von Afghanistan, Onlinejournalismus, Leserverkauf im Wirtschaftsjournalismus oder auch ein Interview mit Ministerpräsident Kurt Beck zur Machtrolle der Medien.

In diesem Rahmen lädt die Jugendmedienakademie der Friedrich-Ebert-Stiftung 20 Nachwuchsjournalisten, die Berufseinsteiger sind und bereits erste Erfahrungen im Print, Hörfunk, TV oder Online gesammelt haben,  zu einem Workshop ein. Es werden Tipps zur Interviewführung und zur Recherche-Arbeit angeboten. Der investigativ arbeitende Journalist Ingolf Gritschneder spricht über seine Methoden. Es werden eigene Interviews geführt, die dann im Rahmen des Workshops ausgewertet werden. Alle Panels und Podiumsdiskussionen  des Mediendisputes sind außerdem in den Workshop eingebunden. Eindrücke und Arbeitsergebnisse werden schließlich auf der Internetseite der Jugendmedienakademie veröffentlicht.

Interessierte können sich bei Franziska Schmidt, Franziska.Schmidt@fes.de anmelden unter Angabe des Namens, der Postanschrift, einer Kontaktnummer, dem Geburtsdatum, einer E-Mail-Adresse, der journalistischen Erfahrungen, der Studienfachbezeichnung oder des Berufes/der Ausbildung. Der Teilnehmerbetrag liegt bei 50 Euro, inklusive Übernachtung im Advena Europe Hotel (Doppelzimmer) und Frühstück. Die Stiftung erstattet den Teilnehmern außerdem die Fahrtkosten nach Mainz und zurück zum Heimatort, wenn sie mit der Deutschen Bahn, 2. Klasse, anreisen.

 

Fazit: 50 Öcken für zwei Tage geballten Kompetenz-Input, statt nur Konferenzberieselung! Wer sich hier nicht anmeldet, hat verpennt!

Redakteur im Verhör

Posted: 12. Oktober 2011 in Uncategorized

Unsere lieben jung-journalistischen Freunde aus Hessen laden wieder zu ihrer beliebten Veranstaltung “Redakteur im Verhör” ein. Dabei stellt sich ein erfahrener Journalist den bohrenden Fragen des Nachwuchses. Beim letzten Mal stand Marcus Schreyl, Moderator der Sendung DSDS, Rede und Antwort.

  Zu Gast ist am 7. November um 19.30 Uhr der WDR-Chefredakteur (Fernsehen), Jörg Schönenborn in der Hörfunkschule Frankfurt. Dennis Horn von You FM wird die Moderation übernehmen.

Der DJV Hessen veranstaltet die Reihe zwei Mal im Jahr zusammen mit der evanglischen Hörfunkschule Frankfurt.”Bei Redakteur im Verhör” erhalten junge Journalisten die Möglichkeit, freche Fragen an erfahrene Kollegen zu stellen. Sie erhalten dadurch einen Einblick in den Beruf und können eigene Erfahrungen austauschen und erweitern. Es lohnt sich also, mal beim Nachbarn vorbeizuschauen …

Die Ausschreibung klingt wissenschaftlich gestelzt, hat aber sehr interessante Ansätze für das Berufsleben. Im November veranstaltet die Universität Erfurt eine Konferenz, die ihren Schwerpunkt auf den Umgang mit Social Media legt. Dabei können sowohl Studenten, Wissenschaftler und Forscher als auch Journalisten und Berufsanfänger Papers einreichen.

Für Berufstätige dürfte der wissenschaftliche Ansatz der Konferenz interessant sein. Medien als Informationsleister und ihr neuerlicher Einfluss auf die Empfänger über das Web 2.0 werden anhand von Studien und Theorien vorgestellt. Aktuelle Forschungen sollen vorgestellt und diskutiert werden.

In drei Schwerpunktbereichen (Politik, Sozialisation/Bildung und Journalismus) wird es Impulsreferate und die Möglichkeit zur Präsentation eigener Ansätze geben.

Ob als Vortragender oder Besucher, diese Konferenz verspricht eine inspiriende Auseinandersetzung mit den Veränderungen in der Medienwelt und geht die Problematik von der akademischen Seite an. Die Anmeldung lohnt sich also.

Was? Konferenz “Zwischen Partizipationskultur und Selbstausbeutung – Medienmacher und Mediennutzer im Social Web”

Wann? 24. bis 26. November

Wo? Universität Erfurt, Katholische Fakultät, Coelicum im Erfurter Dom (einer der schönsten Tagungs- und Seminarräume in der Landeshauptstadt)

Infos: www.uni-erfurt.de

Gekommen und geblieben

Posted: 9. Oktober 2011 in Uncategorized

MIt einem Imbiss und ersten Kontakten startete die Konferenz "24 Stunden Zukunft" in Hamburg. Foto: Doreen Zander

Nun ist sie auch schon wieder vorbei, die Konferenz der Jungen Journalisten “24 Stunden Zukunft – Gekommen, um zu bleiben”. Es war großartig. Tolle Sprecher, tolle Workshops, tolle Organisation und vor allem tolle Gäste. Schnell fand man Kontakt zu jungen Kollegen, konnte sich gemeinsam austauschen und viele neue Leute kennenlernen. Auf Sinnsuche in der beruflichen Karriere, auf der Pirsch nach neuen Erkenntnissen aus der Medienwelt, auf der Suche nach Trost und Aufbau durch ermutigende Worte kamen über 100 von ihnen nach Hamburg zum NDR Studio.

Souad Mekhennet machte Mut. Foto: Doreen Zander

Herzlich wurden die Gäste von den Organisatoren, dem FA Junge und dem DJV Hamburg begrüßt. Als erste sprach Souad Mekhennet. Sie ist Krisenreporterin unter anderem für die New York Times und berichtete aus ihrem Berufsleben. “Mussten Sie in ihrem Beruf schon einmal um ihr Leben fürchten, weil Sie von bewaffneten Männern verfolgt wurden?” Ihre Ausführungen gingen unter die Haut und machten deutlich, was es heißt mit Leib und Seele für einen der schönsten Berufe der Welt zu brennen. Sie liebt ihren Job und lebt ihn mit Leidenschaft, Qualität und Mut aus. Vorbildlich wirkte sie auf viele der jungen Journalisten inspirierend und machte Mut, dass es sich zu jeder Zeit lohnt, Journalist zu sein und den Beruf als Berufung zu leben.

Ihr folgte Steffen Burkhardt, Dozent der Uni Hamburg, mit seinen Ausführungen zum Social Web und Crossmedia. Eine neue Erfindung? Eben nicht. In seinem Beitrag stellte er etwa die Bibel als älteste Twitter-Ausgabe vor. Seine These: Das Internet ändert nicht das journalistische Arbeiten, es gibt ihm neue Facetten. Auch hier erhielten die Gäste viele, wissenschaftliche Anregungen für ihre Workshops.

Die waren von sehr unterschiedlicher Natur und wurden sehr gut angenommen, auch wenn man sich mehr Zeit für die Vertiefung wünschte. Cordula Nussbaum stellte ihre Strategien zum Selbstmarketing vor. “Macht Euch nicht krumm und seid wie Ihr seid”, ermutigte sie die jungen Teilnehmer. Jeder habe Macken, für die er sich nicht verbiegen müsse, sondern die er für sich nutzen könne. Mit Leidenschaft für seinen Beruf einstehen und Spaß an ihm haben, das war ihr Geheimrezept.

Stefan Endter führte in die rechtlichen Zwickmühlen des Journalismus ein. Ein Götz George auf Krücken durfte auf seinem Grundstück fotografiert werden, die Kinder auf dem aber nicht. Spitzfindig sei das Bildrecht und noch komplizierter das Urheber- oder Nutzungsrecht. Mechthild Mäsker ging ihren Workshop über Podcasts mit einer Einführung in die Technik und ersten Schritten an. Konkrete Fragen und ihre interessanten Erfahrungsberichte machten neugierig auf mehr.

Workshop mit Gregor Mayer. Foto: Anita Grasse

Bei Gregor Mayer erfuhren die Teilnehmer, wie sich der Online-Journalismus entwickelte und wie er sich in der aktuellen Zeit nutzen lässt. Bis in den späten Abend diskutierten hier die Teilnehmer, so dass sie als letztes zum Abendessen eintrafen. Die Zeit vergaßen auch schnell die “Abgedrehten” im Video-Workshop. Tolle Anekdoten, kleine Filme und vor allem unverwechselbare Referenten wie Thomas Röhr und Jörg Wenzel ließen die Zeit viel zu schnell vergehen.

So ging der erste Tag mit viel geistigem Input dem Ende entgegen. Pause gab es für ein Stündchen im Hotel. Dann ging es, teilweise zu Fuß, auf die Reeperbahn, Große Freiheit 6 war das Ziel. Im Halo organisierte der Bundesausschuss und der Hamburger Junge-Ausschuss eine tolle Party, die bis in den frühen Morgen andauerte.

Am Sonntag fasste der Bundesvorsitzende des DJV, Michael Konken, die umfangreichen Erkenntnisse des Tages noch einmal zusammen: “24 Stunden Zukunft” habe sich etabliert und stärke die jungen Journalisten auf ihrem steinigen Weg in die Berufstätigkeit, egal ob frei oder fest angestellt. “Wir brauchen Euch”, lautete sein Fazit, das die Notwendigkeit für eine qualitativ hochwertige Ausbildung und für Leidenschaft im Beruf unterstrich.

Richard Gutjahr begeisterte das Publikum dann mit seinen mutigen Aussagen. “Lesen Sie keine Zeitung.”, “Vergessen Sie das iPad.”, “Zerschneiden Sie ihren Presseausweis.” oder “Vergessen Sie Synergien. Sofort.” Sein Vortrag machte Spaß, motivierte, provozierte. Das gab Feuer für die Podiumsdiskussion, bei der Gutjahr dann auf Gerd Roth, Ilka Steinhausen, Uwe Vorkötter und Michael Praetorius traf.

Bei der Podiumsdiskussion mit Moderatorin Pauline Tillmann. Foto: Doreen Zander

Hitzig und mit vielen neuen Sichtweisen und Ansätzen wurde über die Zukunft des Journalismus, die Einbindung neuer Werkzeuge und die Chancen neuer Ideen diskutiert. Das Publikum war begeistert und nahm viele Anregungen für die eigene Tätigkeit mit.

Und während 20 Auserwählte noch eine Führung durch das NDR-Stufio erhielten, machte sich der Rest am Nachmittag auf, Hamburg zu entdecken, oder trat die Heimfahrt an. Alle nahmen nicht nur neue Kontakte und jede Menge Informationen mit. Mit dem Wunsch, bald wieder eine solch tolle Konferenz zu erleben, erhielten sie in den Workshops und bei dem Impulsreferaten Mut und Anregungen für die eigene Zukunft. Zuversichtlich können wir in die Zukunft schauen, denn wir sind “gekommen, um zu bleiben.”

Der DJV Hessen und DJV Thüringen haben wieder ihren Fotowettbewerb ausgeschrieben. Die Anmeldefrist wurde verlängert, sodass noch Einsendungen eingereicht werden können. Bedingungen und Informationen gibt es unter dem Link. Im November wird der Preis dann in Eisenach verliehen.

Also durchforstet euer Bildarchiv und schickt die besten Aufnahmen der vergangenen 12 Monate an den DJV.

Erst im August berichtete der Journalist ausführlich über den harten Beruf der Auslandsjournalisten. Sie riskieren ihr Leben, sind teuer für die Redaktionen. Entsprechende Ausbildungen sind rar. Die Analyse aus der sicheren Ferne ist allgegenwärtig. Spannender und authentischer ist aber die Berichterstattung vor Ort. Um junge Journalisten in diese Thematik einzuführen und ihnen dieses aufregende Tätigkeitsfeld vorzustellen, bieten die Deutsche Welle Akademie in Bonn, die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GIZ und das Regionale Zentrum Nordrhein-Westfalen einen Trainingskurs mit Zertifikat für junge Journalisten an: JournalistenkursKriseKonflikt

Von den ersten Schritten in der Redaktion über den journalistischen Umgang mit Krisen bis hin ethischen Fragestellungen und die Nutzung verschiedenster Medien bietet dieser Kurs eine umfassende Einführung in das Feld der Reportagen aus fremden Ländern.

Der Kurs findet vom 30. November bis 2. Dezember 2011 in Bonn statt. Bewerbungen mit kurzen Hinweisen zum Werdegang bitte an journalistenkurs@gmail.com schicken. 12 Stipendien können vergeben werden. Ermutigt zur Bewerbung werden auch Nachwuchsjournalisten.

Süddeutscher Journalistentag

Posted: 25. September 2011 in Uncategorized

Der DJV Thüringen, Sachsen-Anhalt, Hessen und Bayern lud am 24. September zum Süddeutschen Journalistentag nach Würzburg ins Vogel Convention Center ein. Für die Thüringer eine willkommene Möglichkeit, dem Trubel im eigenen Land zu entgehen. Hielt doch der Heilige Vater persönlich an diesem Tag eine Versammlung auf dem Domplatz ab.

Angekommen in Würzburg bei herrlichem Wetter wurden alte und neue Bekannte begrüßt. Erste Visitenkarten ausgetauscht und natürlich getratscht. “Toll Katrin, dass du kandidierst für den Bundesvorstand”, wurde Katrin Konyen mehrfach begrüßt. Viele Junge Journalisten freuen sich über ihre Kandidatur und werden sie sicherlich dabei unterstützen.

Konyen moderierte zudem das Eröffnungsforum, das sich mit Social Media und dem Web 2.0 auseinandersetzte. Hier diskutierten Rainer Aschenbrenner, Marc Hippler, Christian Lindner und Thomas Mrazek. Facebook, Google+, Xing und viele andere Portale nutzen Journalisten nicht nur für den Ausbau ihrer Kontakte und Netzwerke, sondern auch für die Akquise neuer Aufträge. Nach dem Motto “Ich kenne wen, der jemanden kennt” ergeben sich oft viele Möglichkeiten für die Recherche. Lindner, Chefredakteur der Rhein-Zeitung, stellte dabei fest, dass man der Geschäftsführung und Verlegern gerne die Social Media aufarbeitet und kreativ in ihnen agiert, die Modelle, wie sich daraus aber Geld verdienen lasse, eben diese liefern müssen. Das brachte einige Diskussionen auf und war auch eines der wenigen neuen Äußerungen, die man bisher in dieser Debatte gehört hatte. Es blieb bei vielen Zuhörern, besonders bei den jüngeren Generationen, das Gefühl zurück, das schon alles einmal gehört zu haben. Allein die Hoffnung, dass steter Tropfen den Stein höhlt, wird wohl den Markt für das Web 2.0 weiter vorantreiben.

Mit vielen jungen Journalisten besetzt war auch das Forum Existenzgründung. Hier fand Wolfgang Kiesel viele positive und motivierende Worte für die freiberufliche Tätigkeit. Moderiert wurde das Forum von der Landesvorsitzenden des DJV Thüringen, Anita Grasse, die durch die eigene Freiberuflichkeit gekonnt nachfragte und so dem Trainer und Autor viele Details und interessante Ansätze entlockte. So fielen Schlagworte wie “Wissensvorsprung”, mit dem sich ein freier Journalist erst auf dem Markt behaupten kann. Ganz nach Kant gesprochen lautet die Devise: “Handle stets nach derjenigen Idee, durch die du wollen kannst, dass sie Geld und Spaß bringt.” Als Pauschalist sich für Tageszeitungen durchzuschlagen, sei keine Grundlage für das (Über-)Leben. Breit müsse man sich aufstellen und dann garantiere der Schifffahrtsexperte aus Rheinland-Pfalz auch ein Jahreseinkommen über 30 000 Euro für Einsteiger.  Auf kritische Nachfragen und verhaltene Skepsis, wie sich denn aus Verzweiflung Spaß am Beruf generieren lasse und ob das wirklich alles so schön ist, wenn man frei auf dem Arbeitsmarkt mit Tausenden anderen Journalisten um die wenigen Brotkrumen kämpfen muss, reagierte er mit konkreten Beispielen und motivierenden Sätzen. Ausreden wurden sofort zerschlagen. Nicht verwunderlich, dass nach dem Forum und über den Tag verteilt eine Heerschar junger Journalisten dem Kiesel folgten und noch mehr Fürbitten für die eigene Zukunft sammelten. Ähnlich muss es auch Cordula Nussbaum an diesem Tag ergangen sein. Sie stellte im Forum zusammen mit Lothar Hausmann und Peter Ponnath weitere funktionierende Geschäftsideen für Freie vor.  Ähnlich positiv wurde auch Michael Jansen aufgenommen, der DieRedaktion.de vorstellte. Ein Portal für freie Journalisten, angeboten von der Deutschen Post. Beim Vorübergehen wirkte es wie die Kaffeefahrtveranstaltung  mit Heizdeckenverkauf, doch scheinen einige an dieses Geschäftsmodell zu glauben, denn gut besetzt war das Forum. Vielleicht auch, weil es einen Werbefilm gab und deswegen der Redner nicht gegen die anderen Foren akustisch ankämpfen musste.

Das war nämlich die Kehrseite des Journalistentages. Akustisch war er einfach anstrengend. Viele kritisierten die Wahl des Veranstaltungsortes, denn es herrschte Lagerhallen-Atmosphäre, obwohl Juris, die Künstlersozialkasse, DJV Bildportal, der Verlagsservice des DJV, das Presseversorgungswerk und viele mehr mit Ständen vertreten waren (nicht zu vergessen die tollen Vitaminbomben bei der DKV und die “Ich habe immer Recht”-Taschen der Juris). Dazwischen fanden in den Ecken die Foren statt, was eine sehr gute Idee war.  Denn so konnte man mitten im Forum wechseln, schlendern oder essen, ohne dass es störte. Allein die Geräuschkulisse machte es schwer, aufmerksam und konzentriert allen Foren zu folgen.

Fazit: Der Süddeutsche Journalistentag hielt viele tolle Inspirationen bereit, allein durch die Gespräche mit Kollegen. Die Foren boten viele Anregungen für die eigene Zukunft, machten Mut, deckten ein weites Spektrum ab (besprochen wurden außerdem Sport-Berichterstattungen, politische Entwicklungen in den Medien, Web-TV und weitere Ansätze für zukünftige Vermarktungen) und konnten mit Neuigkeiten aufwarten. Gwünscht wurden aber auch Workshops, vor allem für die Social Media-Foren. Das kann als Anregung für weitere Journalistentage mitgenommen werden.

Wie gehts weiter? Natürlich in Hamburg am 8. und 9. Oktober bei der Konferenz “24 Stunden Zukunft”  Das wird ein toller Herbst!!!

Wir sehen uns

Gekommen, um zu bleiben

Posted: 14. September 2011 in Uncategorized

So lautet das Motto der diesjährigen Konferenz der Jungen Journalisten “24 Stunden Zukunft” am 8. und 9. Oktober in Hamburg.

Was Euch da erwartet? Workshops über zwei Tage mit Cordula Nussbaum zum Selbstmarketing, mit Kajo Döhring zu ersten rechtlichen Schritten in der Selbstständigkeit oder mit Henryk Jarczyk zur erfolgreichen Interviewführung. Dazu inspirierende Impulsreferate, Podiumsdiskussionen und knapp 100 junge Journalisten, die nach Wissen, Kontakten und Berufung lechzen.

Was das kostet? Jedes Semniar einzeln bis zu 100 Euro. EIGENTLICH. Denn bei dieser Konferenz kriegt ihr alles zusammen für 30 Euro, Nichtmitglieder für 50 Euro.

Anmelden? Ganz einfach: Meldet euch beim Landesverband eures Vertrauens. Reise- und Hotelkosten werden übernommen. Es gibt nur noch wenige freie Plätze. Es ist Eile geboten.

Noch Fragen? Haben wir doch alle! Sonst würden wir nicht zur Konferenz gehen.

Also: Junge Journalisten sind gekommen, um zu bleiben. Sie hängen an ihrem Beruf und wollen ihn mit Herz und Verstand nicht nur befristet oder übergangsweise leben. Dafür bietet der Bundesausschuss Junge Journalisten diese Konferenz an. Wir wollen Berufseinsteiger auf ihrem Weg begleiten und sie stärken, damit sie sich im Journalismus eine Zukunft aufbauen können.

Wenn das Herz blutet

Posted: 20. Juli 2011 in Uncategorized

Keine Angst. Das wird hier kein Beitrag über Herzprobleme à la Apothekenumschau. Es geht um junge Journalisten.

Im aktuellen Journalisten, dem Magazin des DJV, steht es Schwarz auf Weiß. Der Nachwuchs ist ausgebrannt, enttäuscht, frustiert, bevor er überhaupt richtig loslegen kann. Da äußern sich junge Journalisten, die teilweise schon mehr als fünf oder gar zehn Jahre Berufserfahrung aufweisen und immer noch nicht als vollwertige Redakteure in Tageszeitungen angestellt sind. Sie sind unterbezahlt, werden mit befristeten Verträgen hingehalten und werden teilweise in mehr als 50-Stunden-Wochen ausgebeutet. Ist das normal? Glaubt man der Facebook-Seite-Herzblut, auf der sich eben diese verkannten Talente äußern, Hilfe anbieten und vernetzen, dann ist es mittlerweile normal, dass man schon am Anfang seines Berufsleben mit Füßen getreten wird. Hinnehmen will das keiner. Allein die Angst, keine Anstellung zu kriegen, das wenige, was man hat, zu verlieren, oder negativ aufzufallen, treibt junge Journalisten in die Anonymität, wenn sie streiken wollen, Kritik üben und sich wehren. Kann man es ihnen verdenken? Wohl kaum…

Journalismus ist vielen jungen Berufstätigen in der Branche eine Herzensangelegenheit. Eine Journalistin beschreibt ihr Verhältnis zu ihrer Arbeit als eine Liebesbeziehung.  ”Wenn man zu oft betrogen, belogen und für dumm verkauft worden ist, schmeißt man die größte Liebe irgendwann hin.” Auf Facebook, in Blogs und Foren sowie beim DJV versuchen junge Journalisten den letzten Funken guten Glaubens an ihren Beruf zu retten und setzen sich für bessere Arbeitsbedignungen und mehr Anerkennung ein. Man kann (nur) hoffen, dass es fruchten wird. Man kann ihnen aber auch dabei helfen, egal welchen Alters man als Kollege ist.

Deswegen unterstützt bitte diese Facebook-Seite, klickt “Gefällt mir” und tragt mit konstruktiven Beiträgen dazu bei, dass sich Berufsanfänger nicht allein gelassen fühlen.

Onlinepetition

Posted: 4. Juli 2011 in Uncategorized

Der Bamberger Journalist und Blogger Daniel Stahl hat eine Online-Petition gestartet, in der er bis zum 10. Juli Unterschriften sammelt für verbesserte Arbeitsbedingungen junger Journalisten. Dazu gehört eben nicht nur mehr Geld auf der Tasche, um von seinem Beruf überhaupt leben zu können. Dazu gehört eben auch die Anerkennung, die sich jeder hart arbeitende Mensch einfach wünscht. Deutsche Verleger verbauen sich die eigene Zukunft, indem sie jungen Nachwuchskräften nicht mehr die Chance zur Weiterentwicklung lassen.

Junge Journalisten sind eben nicht mehr nur jung und willig. Sie wollen mitreden, mit Freude für ihren Beruf einstehen, als hoch Qualifizierte anwenden, was sie gelernt haben, und diese Energie wieder an weitere Generationen vermitteln. Das geht eben nur, wenn man ihnen nicht den Glauben an einen der schönsten Berufe nimmt. Sie mit Praktika, Billiglohn, unbezahlten Überstunden oder als Durchlaufmasse hinzuhalten, ist der falsche Ansatz für den so oft beschworenen Qualitätsjournalismus.

Deswegen bitten wir, der Fachausschuss Junge Journalisten des DJV Thüringen, um eure Unterstützung, eure Unterschrift, damit wir die Situation im Journalismus endlich ändern können und nicht mehr wegsehen und erdulden.

Denn Ausbeutung gehört eben nicht zur harten Schule des Journalismus.

Nun ist es vorbei

Posted: 26. Juni 2011 in Uncategorized

Unser Recherchewandertag führte uns am 25. Juni in das älteste Fichtengebiet im Thüringer Wald. Zu den “alten Damen” führte uns Forstamtsleiter Bernd Wilhelm. Mit Herz und viel Sachverstand vermittelte er uns die Besonderheiten des ältesten Baumbestandes nur wenige Meter hinter dem Hotel Panorama. “Die alten Damen” nannte der Forstamtsleiter die 50 letzten Schlossbergfichten, die auf 5 Hektar bei Oberhof wachsen – seit 300 Jahren. In einem abgezäunten Gebiet ziehen er und seine Mitarbeiter in mühevoller Kleinarbeit die nächsten Generationen – die Ururenkel – groß, schützen sie dort vor Naschäsern und Rotwild. Das sind wohl die schönsten Momente im Arbeitsleben von Herrn Wilhelm. Ganz und gar ging er in der Führung an der frischen Luft auf, erklärte mit Leidenschaft und hätte wohl auch den ganzen Tag noch mit uns dort durch den Wald streifen können.

Nach der Wanderung ging es dann ins Forstamt. Bei einer leckeren Stärkung kamen auch die unangenehmen Themen der Arbeit zur Sprache. Büroarbeit und Papierkram seien so gar nicht sein. Welche Aufgabenbereiche  noch zu seinem Beruf gehören, erklärte er uns sehr ausgiebig. Viele Fragen hatten wir und Herr Wilhelm wurde nicht müde, sie uns zu beantworten. Wie klappt die Zusammenarbeit mit den Jägern, was umfasst die neue Umstrukturierung im Umweltamt, welche Konsequenzen hat dies auf seinen Amtsbereich, wie klappt die Zusammenarbeit mit den Jägern, wie steht er zum Ausbau des Schneekopfes zu einem Ski-Zentrum und vieles mehr wollten wir wissen.

Geduldig ließ sich Herr Wilhelm von aus ausfragen und gab damit viele Anregungen für Berichte. Sogar die Einladung zur Jagd erfolgte und gerne werden einige von uns dem nachkommen.

Den Tag ließen wir mit Infos gefüllt bei Andrea in Suhl ausklingen. Es regnete zwar leicht, doch das hielt uns nicht vom Grillen ab. Viele neue Ideen haben wir nun für den nächsten Wandertag. Denn eines steht fest, das wird auf Fall wiederholt.

 

  

Interessante Frage

Posted: 15. Juni 2011 in Uncategorized
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Sind Blogs glaubwürdig?, fragt der Radiosender Fritz heute in seiner Nachmittagssendung. Hintergrund ist eine angeblich syrische Bloggerin, die für die Rechte der Homosexuellen im Land schreibt. Dahinter verbirgt sich aber ein Amerikaner.

In Blogs wird viel Interessantes verbreitet. Inwiefern es journalistisch aufgearbeitet ist, bleibt fragwürdig. Viele kritische Meinungen und anregende Details können Inspirationen für Journalisten sein, doch es geht wohl nichts über die genaue und reflektierte Recherche. (dz)

Der DJV-Fachausschuss Jungen Journalisten lädt ein zum Wandern im Thüringer Wald. Statt Herbert Roth und Stockenten wird es einen Einblick in die wirtschaftliche und touristische Nutzung des Thüringer Waldes geben. Forstamtsleiter Bernd Wilhelm führt uns in seinem Revier bei Oberhof rum und steht für Funk-, Print-, und Fernsehbeiträge bereit. Als Schmankerl obendrauf gibt es nicht nur eine  umfangreiche Dokumentation mit Hintergrundinformationen, sondern auch noch standesgemäß einen grillfastischen Ausklang des Tages in Suhl. Bei Fahrgemeinschaften ist auch ein Feierabendbierchen drin. Also einfach auf Facebook anmelden.

Fachkonferenz

Posted: 2. Juni 2011 in Uncategorized

Die Leipzig School of Media veranstaltet am 4. und 5. Juli eine Fachtagung zu den zukünftigen Fähigkeiten eines Journalisten. In Kolloquien und Workshops wird der Frage nachgegangen, was Journalisten können müssen, damit sie mit ihrer Berufung auch Geld verdienen können. Die Tagung richtet sich nicht nur an den Print, sondern auch Funk und Bild. Für Thüringer Journalisten sollte der Workshop von Paul-Josef Raue, Chefredakteur der Thüringer Allgemeinen,  interessant sein. Erklärt er doch am 5. Juli den Teilnehmern, wie man mit wenig Personal große Berichtsgebiete abdeckt und dabei trotzdem die Qualität wahrt. Auch seine Äußerungen zur Chance des Onlinejournalismus sind sicherlich hörenswert.

Kundgebung

Posted: 27. Mai 2011 in Uncategorized
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Nicht länger zusehen will der DJV den Sparzwängen der Verleger. Mit einer weiteren Aktion zusammen mit ver.di machen Journalistinnen und Journalisten am 9. Juni um 12 Uhr in Frankfurt/Main auf dem Römerberg auf die unzumutbaren Arbeitsbedingungen aufmerksam. Dumpinglöhne, Streichungen beim Urlaubsgeld, Billiglohnverträge für Berufseinsteiger. ” Die Vorsitzenden von DJV und dju, Michael Konken und Uli Janssen werden reden, die beiden Verhandlungsführer Kajo Döhring und Frank Werneke werden berichten, warum mit den Zeitungsverlegern am Verhandlungstisch bisher nichts zu erreichen war, und Praktiker aus Redaktion und Druck werden schildern, warum faire Tarifverträge unverzichtbar sind”, heißt es in einer Mitteilung des DJV. Weitere Fragen beantwortet Kajo Döhring, doe@djv.de.